Im Fußball sehen Rechtsextremisten ein Feld, in dem sie ihre menschenverachtenden Ansichten verbreiten und neue Anhänger gewinnen können. Dass sie dabei in einzelnen Fällen besorgniserregende Erfolge verzeichnen können, beweist das neue Buch des Berliner Journalisten
Ronny Blaschke: „Angriff von Rechtsaußen“. Der Autor befasst sich seit Jahren mit dem rechtsextremen Treiben im Fußball und liefert eindringliche Beispiele: In Leipzig unterwandern Neonazis die Fanszene, in Lüdenscheid amtiert ein NPD-Funktionär als Schiedsrichter, in Wetzlar als Jugendtrainer. Neonazis gründen Sportvereine, um Jugendliche an ihre Kameradschaften heranzuführen; sie nutzen Fußballturniere zur Vernetzung und zur Stärkung ihrer Gruppenidentität. Musik, Kleidermarken, Internet sind den Rechtsextremen Medien, über die sie ihre Gesinnung wirksam in den Fanszenen präsentieren und verbreiten. Ronny Blaschke lässt Neonazis und Gegen-Aktivisten zu Wort kommen. Er beschreibt, wie Rechtsextreme das Verständnis von Demokratie und Toleranz im Fußball nachhaltig schädigen. Mit seinem sorgsam recherchierten und spannend verfassten Buch liefert er eine längst fällige Bestandsaufnahme – und ein Plädoyer für eine politische Diskussionskultur im Sport.
Der Autor
Geburtsdatum/-ort: 15. September 1981,Rostock-Studium:2001-2005, Sport – und Politikwissenschaften an der Universität Rostock – Aktuelle Tätigkeit: Freier Journalist in Berlin für Deutschlandradio, Zeit Online, Süddeutsche Zeitung, Berliner Zeitung, Frankfurter Rundschau und andere. Lesungen, Vorträge, Moderation zu Sport und Politik, unter anderem für Friedrich Ebert Stiftung, Heinrich Böll Stiftung sowie andere Stiftungen und Bildungseinrichtungen.
Ausgeschlossen von der Veranstaltung sind Personen, die rechtsextremen Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige Menschen verachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind. Die Veranstaltenden behalten sich vor, von Ihrem Haus- recht Gebrauch zu machen und diesen Personen den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser zu verweisen.
Am 13. Mai finden Neuwahlen zum NRW-Landtag statt. Die CDU hat angekündigt, die Finanzpolitik unter dem Slogan “Schuldenstaat oder Zukunft für unsere Kinder” zum Wahlkampfthema zu machen. Bereits Anfang März ist der Fraktionsvorsitzende der CDU im Landtag, Laumann, mit einer möglichen Sparliste an die Öffentlichkeit gegangen. Hierzu erklärt der Vorsitzende der Jusos im Märkischen Kreis, Fabian Ferber:
Die CDU sollte bei den Fakten bleiben. Sie stellte von 2005 bis 2010 die Landesregierung. In dieser Zeit ist die Neuverschuldung des Landes NRW um 25 Milliarden Euro gestiegen. Zeitweise konnte die Höhe der Neuverschuldung abgemildert werden. In der Zeit wurden allerdings auch zahlreiche Maßnahmen in die finanzielle Obhut der Kommunen gegeben, deren Schulden in der Zeit enorm gestiegen waren. 2009 prognostizierte der damalige Finanzminister Linßen (CDU!) für 2012 eine Neuverschuldung des Landes in Höhe von etwa 6,7 Milliarden Euro. Der Haushaltsplan-Entwurf der rot-grünen Landesregierung für dieses Jahr sah eine Neuverschuldung in Höhe von 3,92 Milliarden Euro vor. Diese Entwicklung zeigt, dass die Neuverschuldung unter der Ministerpräsidentin Hannelore Kraft besser im Plan stand als die Vorgänger-Regierung.
Wenn die CDU sparen will, müssen die Schwächsten dafür die Zeche zahlen. Das hat die CDU schon in den Jahren 2005 bis 2010 bewiesen, als sie unter Ministerpräsident Jürgen Rüttgers die Landesregierung stellte. In diesen Jahren wurden Studiengebühren eingeführt, durch Gesetze wie dem sogenannten Kinderbildungsgesetz hohe Kosten für die frühkindliche Bildung auf die Kommunen übertragen, die dadurch die Beiträge erhöhen mussten und außerdem stieg die kommunale Verschuldung NRW immens an. Die Sparliste der CDU von Anfang März macht deutlich: Die CDU möchte ihre bereits 2010 gescheiterte Politik wieder ausgraben.
Laut dieser Sparliste stehen an: Der Abbau von 12.000 Jobs im öffentlichen Dienst, die Einführung von Studiengebühren und zahlreiche Einsparungen, die am Ende wieder die Kommunen zu tragen hätten. Klar ist: Wenn die CDU von Jobabbau spricht, meint sie, dass in Zukunft weniger Lehrer und Polizisten im Dienste des Landes stehen sollen. Die Wiedereinführung von Studiengebühren wäre die Rückkehr zu einer Bildungspolitik, nach der die Brieftasche der Eltern über den Bildungsgrad der Kinder bestimmen soll. Wenn den klammen Kommunen weitere Kosten aufgebürdet werden, anstatt sie endlich zu entlasten, müssen die Städte und Gemeinden das über Gebühren und Steuern wieder reinholen. Damit wäre auch das Ziel, den Besuch von Kindergärten beitragsfrei zu ermöglichen, in weite Ferne gerückt.
Wer Gebühren für den Besuch von Kindertagesstätten und Hochschulen fordert, macht keine Politik für Kinder und Jugendliche. Wer die Kommunen klamm lassen möchte und damit für die Schließung von Jugendtreffs, Schulen und anderen gemeinnützigen Einrichtungen steht, ebenfalls nicht. Die CDU steht für eine solche Politik. Wenn sie regieren sollte, werden vor allem Kinder und Jugendliche unter den Sparmaßnahmen leiden, während andere – wohlhabende – Teile der Bevölkerung von den Sparmaßnahmen nicht betroffen sein würden.
Pressemitteilung der Jusos Lüdenscheid:
Zur Schließung des Jugendtreffs am Hebberg erklärt der stellvertretende Vorsitzende der Jusos Lüdenscheid, Dominik Hass:
Der Jugendtreff Hebberg darf nicht ohne Alternative geschlossen werden. Ohne einen Ersatzstandort ist die Schließung nicht hinnehmbar. Die Besucherzahlen und der soziale Hintergrund der Jugentreff-Besucher beweisen, wie wichtig dauerhafte und feste Jugendarbeit rund um die Kalve sind.
Bei der Suche nach einem Jugendtreff sollte man die städtischen Gebäude in Erwägung ziehen. Vielleicht kann man einzelne Räume an der Grundschule Kalve am Nachmittag umfunktionieren. Vielleicht sollte man auch eine Pavillonlösung erwägen, wie sie schon vorher für die Grundschule Kalve verwendet wurden. Am Buckesfeld wurde mit dem Jugendtreff ein Angebot geschaffen, das die Jugendlichen von den Bushaltestellen und Kinderspielplätzen in den Jugendtreff brachte. Die Gefahr auf der Kalve ist nun, dass die Jugendlichen, die täglich mehrere Stunden im Jugendtreff verweilen, demnächst vermehrt auf dem Kinderspielplatz am Hilgenhaus oder an den Buswartehäuschen ihr Quartier aufschlagen. Das darf nicht das Ergebnis städtischer Jugendpolitik auch nicht in Zeiten von Sparhaushalten nicht sein.”
Zur Zeit befassen sich die Jusos Lüdenscheid mit den freiwilligen Ausgaben der Stadt im Jugend- und Kulturbereich.
Sparen aber gleichzeitig für Verbesserungen in den genannten Bereichen sorgen, eine schwere Aufgabe, die die Jusos nun aber angehen wollen,dazu erklärt der Stellvertretende Vorsitzende Dominik Hass:
„Jedem ist klar, wir müssen sparen. Die freiwilligen Ausgaben der Stadt sind eine Möglichkeit, zu Sparen und zu optimieren.
Denkverbote darf es nicht geben, sollten beispielsweise leere Jugendtreffs geschlossen werden, muss klar sein, dass das eingesparte Geld in andere Jungendtreffs oder Jugendbereiche investiert wird.
Wichtig ist, die Befragung der Jugendtreff Nutzer, schließlich geht es hier um die Lüdenscheider Jugend, die selbst Verbesserungsvorschläge einbringen sollte, indem sie die Jugendtreffs nach ihren Wünschen und Ideen mitgestalten dürfen.
Gleiches gilt für das Kulturhaus. Junge Leute sollten auch hier ein Mitspracherecht bei der Programmgestaltung eingeräumt bekommen, damit das Lüdenscheider Kulturhaus wieder attraktiv für Jung und Alt wird.“
Diese und weitere Punkte sind Ergebnisse einer Klausurtagung in Bochum. Weitere konstruktive Gespräche wird es in den nächsten Wochen mit der Partei und den Vereinen bzw. Institutionen geben.
Der Stellvertretene Vorsitzende Dominik Hass, zu der aktuellen Debatte über den Nulltarif im Öffentlichen Personennahverkehr:
“Als ich am Samstagmorgen die Zeitung aufschlug war ich positiv überrascht: „Ohne Fahrschein in den Bus“, eine wirklich tolle Vision, wie sie die Jusos schon länger fordern. Nun wacht auch die MVG auf und bemerkt, dass der ÖPNV längst unattraktiv geworden ist, Hin in die Stadt und wieder zurück kostet in der Regel 4,80 Euro. Wer aus anderen Ortschaften in Lüdenscheid einkaufen will, zahlt diese Summe bereits für die Hinfahrt. Dies schreckt viele ab, deshalb werden weiterhin die Autos mehr genutzt und die Straßen werden voller und die Parkhäuser überfüllt. Wer den ÖPNV so unattraktiv gestaltet macht Politik von gestern. Innovativ und gerecht muss die Politik der Zukunft sein. Saubere Innenstädte, eine belebtere City – weil viele durch den Nulltarif nun auch öfter mal in die Stadt fahren können.
Dass es momentan nicht gerecht zugeht, müsste jedem klar sein. Die MVG macht jährlich ein Defizit von 16 Mio. Euro, diese Finanzlücke muss durch die Bürger geschlossen werden (über den Kreishaushalt). Wer aber trotzdem noch Busfahren will, muss trotzdem noch mal extra zahlen. Das ganze durch eine Umlage zu finanzieren wäre viel sinnvoller und gerechter.
Noch ein wichtiger Punkt sind die Schüler: Wer in der Oberstufe zum Beispiel 4,9 km weit weg wohnt von der Schule, bekommt kein Ticket gestellt. Das würde bedeuten, jeden Morgen fast 5 Kilometer zu laufen oder sich eine teure Schulwegjahreskarte anzuschaffen. Deshalb war ich sehr erfreut über die Bereitschaft der MVG was zu verändern, man wird gespannt auf die nächsten Wochen und Monaten schauen können, um zu sehen wie das Ziel voranschreitet.”
Am Freitag, 1. Juli, fand die Jahreshauptversammlung der Lüdenscheider Jungsozialisten (Jusos) im Willy-Brandt-Haus am Breitenfeld stand. Auf der Tagesordnung stand neben einem Bericht über die Tätigkeiten des letzten Jahres und einem Antrag zur Änderung der Satzung auch die Wahl eines neuen Stadtverbandsvorstands.
Jörn Kölling, der den Bericht für den scheidenden Vorstand erstatte, blickte zufrieden auf das letzte Jahr zurück. Mit Info-Ständen in der Innenstadt, der Fahrt zur bundesweiten Anti-Atomkraft-Demonstration in Berlin, an der 12 Jusos teilnahmen und der Teilnahme an einer Fahrt zum Düsseldorfer Landtag habe man auch herausragende Ereignisse gehabt. Auch die Teilnahme am Lüdenscheider Bündnis gegen Atomkraft hob Kölling hervor. Im letzten Jahr trafen sich die Jusos mit Ausnahme der Weihnachtszeit an jedem Montag und führten zahlreiche Diskussionen und nutzten die Sitzungen, um sich durch Referate der Mitglieder politisch fortzubilden.
Bei der Jahreshauptversammlung im letzten Jahr beschlossen die Jusos ein neues Vorstandskonzept. So sollten fortan fünf gleichberechtigte Vorsitzende die Geschicke der Jusos leiten. Gerade im Kontakt zur SPD und zu anderen Organisationen habe sich jedoch gezeigt, dass konkretere Zuständigkeiten besser für die Arbeit sei. Deswegen beschlossen die Jungsozialisten, wieder auf das “klassische” Vorstandsmodell, bestehend aus einem Vorsitzenden, drei Stellvertretern und einem Geschäftsführer, zurückzukehren.
Christin Spangenberg konnte sich bei der Wahl zur Vorsitzenden gegen Marcus Gawlik durchsetzen. Die 25-jährige Angestellte bei der Stadt Lüdenscheid ist somit neue Vorsitzende. Als Stellvertreter fungieren künftig Juliane Müller, Dominik Hass und Marcus Gawlik. Philipp Widenka ist neuer Geschäftsführer der Jusos.
In ihrem Schlusswort appellierte die neue Vorsitzende an die Jusos, dass sie sich auch weiterhin in die wichtigen Debatten einmischen und klar Position beziehen. Sie werde sich auch im Vorstand der SPD als neue Juso-Vorsitzende im Besonderen für die Belange junger Menschen einsetzen.
Der Vorsitzende der Jusos Lüdenscheid, Marcus Gawlik, zur Hartz-IV-Schelte des Lüdenscheider CDU-Vorsitzenden Ralf Schwarzkopf:
Herr Schwarzkopf scheint zu viel “Mitten im Leben” und anderes Trash-Fernsehen zu sehen. Anders ist nicht zu erklären, warum der Vorsitzende der Christlich Demokratischen Union in Lüdenscheid Empfänger von Arbeitslosengeld II (Hartz IV) in Verbindung mit Trainingsanzügen und Spielhallen setzt. Sein sogenannter “Mitgliederrundbrief”, der auf der Internetseite der CDU Lüdenscheid steht, zeigt sein Menschenbild: Er sortiert in gute und schlechte Menschen ein. Für ihn sind die guten Menschen, die, wie der Franzose sagen würde, “Savoir Vivre” kennen. Na ja, viel mehr: Die sich das leisten können. Und diejenigen, die es sich nicht leisten können, sollen gefälligst keine Ansprüche stellen. Sein schwerer Ausfall gegenüber dem Gedenkzellen-Verein vom Anfang der Woche war schon heftig. Aber diese erneute Entgleisung zeigt, dass Herr Schwarzkopf nicht unachtsam etwas sagt, was er nicht meint. Nein, er meint das, was er sagt. Christen teilen die Menschen nicht in gut und schlecht, beziehungsweise in solvent und pleite ein. Die CDU, die sich auch der katholischen Soziallehre verpflichtet fühlt, sollte sich überlegen, ob dieser Herr wirklich für diese Partei sprechen kann, die sich nebenbei auch als Volkspartei versteht. Mit diesen Äußerungen, die den Äußerungen von Guido Westerwelle zur “Spätrömischen Dekadenz” in nichts nachstehen, hat er sich endgültig disqualifiziert.
Märkischer Kreis. Die Jungsozialisten (Jusos) aus dem Märkischen Kreis fordern von der MK SPD eine offene Debatte zu den Themen Energieversorgung und Mobilität. Sie soll auf einer Nachhaltigkeitskonferenz beginnen, die nun von den Jusos beantragt wurde. Dort solle, so der Antrag, das inhaltliche Fundament gebildet werden, das später auf dem Unterbezirksparteitag auch beschlossen werden soll. Hintergrund dieser Forderung ist die aktuelle Diskussion über die Energiepolitik auf Kreisebene und über die Tarifgestaltung der MVG.


So, 06.05.2012
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