Lüdenscheid/MK/Wenden Die Übergabe tausender gesammelter Briefmarken an terre des hommes ist inzwischen schon fast zur Tradition geworden. Auch in diesem Jahr kann die Regionalkoordinatorin für NRW, Renate Surminski aus Velbert, stellvertretend für ihren Verband im Willy-Brandt-Haus in Lüdenscheid am 22. Juli um 11.00 Uhr wieder eine große Kiste dieser Briefmarken aus den Händen der eifrigen Sammler entgegennehmen.
Die SPD-Bundestagsabgeordnete Petra Crone steht hinter diesem Sammelprojekt, an dem sich Firmen, Privatpersonen und andere Organisationen eifrig beteiligt haben. Im Beisein von Petra Crone und Jusos aus dem Märkischen Kreis und Wenden werden die Briefmarken an terre des hommes überreicht. Crone erläuterte, dass mit diesen Briefmarken sinnvolle „Eine Welt“ Projekte unterstützt werden. Besonders sei zu erwähnen, dass sich hauptsächlich junge Leute für die Sammelaktion engagieren.
Auch der SPD-Unterbezirk Märkischer Kreis konnte sich dem Sammelfieber für den guten Zweck nicht entziehen und wird die gute Sache ebenfalls mit vielen Briefmarken unterstützen.
Der Erlös aus dem Verkauf der Briefmarken kommt nicht nur Not leidenden Kindern in der Ferne zugute. Terre des hommes hat bundesweit mit mehr als zwanzig anderen Organisationen das „Bündnis für Straßenkinder in Deutschland“ ins Leben gerufen. „Hilfe wird dort wie hier dringend benötigt und dafür lohnt sich der Einsatz“, so die Briefmarkensammler. Es wird auch im kommenden Jahr wieder fleißig weiter gesammelt.
Am Freitag, 9. Juli, fand die Jahreshauptversammlung der Lüdenscheider Jungsozialisten (Jusos) im Willy-Brandt-Haus am Breitenfeld statt. Im Mittelpunkt der Versammlung stand die Wahl eines neuen Vorstands des SPD-Jugendverbands.
Dabei einigten sich die Jusos auf ein neues Vorstandsmodell: Während der Vorstand in den letzten Jahren aus Vorsitzendem, diversen Stellvertretern und einem Geschäftsführer bestand, soll fortan ein Gremium aus fünf gleichberechtigten Vorsitzenden und einem Geschäftsführer die Geschicke der Jungsozialisten leiten.
Ohne Gegenstimmen wurden Marcus Gawlik, Juliane Müller, Annika Schürholz, Philipp Widenka und Jörn Kölling als Vorsitzende gewählt. Als Geschäftsführer wurde Tom Schlanzke bestimmt. Bereits am Mittwoch wurden Marcus Gawlik und Philipp Widenka als Vertreter der Jusos in den Vorstand des SPD-Stadtverbands auf dessen Delegiertenkonferenz gewählt.
Nach sieben Jahren als Vorsitzender trat Fabian Ferber nicht mehr zu den Vorstandswahlen an. Die Mitglieder dankten ihm und beschenkten ihn mit roten Rosen und Rotwein. In seiner Abschiedsrede ließ Ferber die letzten sieben Jahre Revue passieren und berichtete dabei sowohl über die guten als auch die schlechten Erfahrungen.
Insgesamt sei der Einfluss der Jusos in der SPD in den letzten Jahren gewachsen, so Ferber. Im Programm der SPD zur letzten Kommunalwahl seien zahlreiche Juso-Forderungen vorhanden, auch im neuen SPD-Stadtverbandsvorstand sei viel „Juso-Power“ vorhanden. „Dass die SPD sich in den letzten Jahren so stark modernisiert hat und wieder auf die Leute zugeht – das ist auch unser Verdienst“, so Fabian Ferber.
Abschließend ermahnte er die Jusos, weiterhin progressive Inhalte in die SPD einzubringen. Ferber: „Wichtig bleibt, dass die Jusos politisch links stehen und mit ihrem Angebot jungen Leuten zeigen, dass sich politisches Engagement lohnt.“ Am Ende äußerte er auch Kritik an der Kommunikation der SPD mit den Bürgerinnen und Bürgern: „Unser Engagement für den Familienplatz war richtig. Aber es fand keine Diskussion mit den Menschen hier statt. Die Inhalte aus unserem Programm durchsetzen zu wollen ist der richtige Weg. Wir tun, was wir vorher versprochen haben. Aber man nimmt die Leute nicht mit, indem man sein politisches Programm mit dem Charme des Abhakens einer Checkliste durchsetzt. Wir müssen die Menschen mitnehmen. Das geht nur, wenn man die Gefühle versteht und mit ihnen redet. Beides ist uns, das muss man sich eingestehen um daraus zu lernen, nicht gelungen.“
Interessierte Jugendliche können sich bis 15. August bei Gordan Dudas bewerben
Mitreden in der Landespolitik – der Jugend-Landtag Nordrhein-Westfalen macht’s möglich. Nach zwei erfolgreichen Jugend-Landtagen in den beiden vergangenen Jahren haben junge Leute auch dieses Jahr die Möglichkeit, im Plenarsaal auf den Stühlen der 181 Abgeordneten Platz zu nehmen. Der heimische Landtagsabgeordnete Gordan Dudas lädt alle Interessierten zwischen 16 und 20 Jahren herzlich ein, sich für den 3. Jugendlandtag in diesem Herbst zu bewerben.
Dort werden die Jugendlichen in der Zeit vom 07. bis 09. Oktober 2010 als Fraktionsmitglieder über aktuelle Themen debattieren und abstimmen. Mit den Beschlüssen der Jugendlichen befassen sich anschließend die Abgeordneten des Landtags Nordrhein-Westfalen in den professionellen Fachausschüssen.
„Beim Jugend-Landtag lässt sich hautnah erleben, wie Landespolitik funktioniert. Ich bin gespannt, wer mich für drei Tage im Parlament vertritt“, freut sich Gordan Dudas auf seine Stellvertreterin bzw. seinen Stellevertreter. Mitmachen können Schülerinnen und Schüler, Auszubildende, Studierende sowie junge Berufstätige ab 16 Jahren. Die Kosten für Übernachtung, Verpflegung und das Begleitprogramm in der Landeshauptstadt Düsseldorf übernimmt der Landtag.
Ausreichend für die Bewerbung sind eine E-Mail, ein Fax oder ein Brief mit Adresse und Altersangabe sowie einem kurzen Satz, warum man beim Jugend-Landtag mitmachen möchte, an:
Landtagsbüro Gordan Dudas, MdL
Platz des Landtags 1, 40221 Düsseldorf
Tel.: 0211/884-2413
Fax: 0211/884-3210
Bewerbungsschluss ist der 15. August 2010.
Weitere Informationen zum Jugend-Landtag sind erhältlich über die Pressestelle des Landtags NRW, Sachbereich „Jugend und Parlament“, Frau Dorothea Dietsch, Telefon: 0211/884-2450, Mail: dietsch@landtag.nrw.de. Impressionen und Berichte vom 2. Jugend-Landtag 2009 finden sich auf den Internetseiten www.jugend-landtag.de in der Rubrik “Jugend-Landtag”.
Die CDU Lüdenscheid schießt mit der Idee, eine Schuldenuhr am Rathaus zu installieren, nun endgültig den Bock ab. Die Menschen wissen sehr wohl, in welcher Zeit sie gerade leben. Der Staat muss munter weiter – und noch mehr – Schulden machen, weil man „systemrelevante“ Unternehmen retten musste. Gleichzeitig entlastet die schwarz-gelbe Bundesregierung Gesetze, die den Kommunen die Luft zum Atmen nimmt. Es wäre eigentlich nur fair, wenn die CDU vorschlagen würde, dass die Kosten, die Bund und Land unter CDU-Führung der Stadt Lüdenscheid aufgebürdet haben, auch öffentlich sichtbar dargestellt würden.
Die Botschaft ist auch fatal: Man muss nicht den Bürgerinnen und Bürgern mittels einer populistischen Schuldenuhr zeigen, wie es um die Finanzen der Stadt bestellt ist. Das wissen sie, wenn sie kaputte Treppen vor Grundschulen, notgeflickte Straßen und die aktuellen Spardiskussionen betrachten. Vielleicht sollte sich die CDU eine solche Uhr ins Konrad-Adenauer-Haus stellen, damit sie täglich daran erinnert wird, welche Fehler die Politik – parteiübergreifend –in den letzten Jahren zu verantworten hat.
Dieses ganze Gefasel von der „Generationengerechtigkeit“ und der Notwendigkeit des Sparens, um „unseren Kindern“ nicht zu viel „Lasten“ aufzubürden, kann ich nicht mehr hören. Eine Partei, die sich für die Verlängerung der Laufzeit der Atomkraftwerke einsetzt, deren Müll teuer über tausende von Jahren unterm Erdboden – und keiner weiß, ob das überhaupt geht! – gelagert werden muss, bürdet auf nicht absehbare Zeit allen folgenden Generationen unglaubliche „Lasten“ auf.
Es werden soziale Untaten folgen – und es werden diejenigen damit belastet, die für die Situation nichts können. Eine ganze Generation entscheidet landauf, landab darüber, dass zum Beispiel Studiengebühren eingeführt werden. Die werden von denjenigen eingeführt, die nie Gebühren für Bildungseinrichtungen zahlen mussten. Und genau die sind es, die sich dann mit Steuersenkungen und Subventionen wie die letzten Schmarotzer am Staat bedienen. Wenn man sich überlegt, dass meiner Generation und den folgenden alles genommen werden soll, was für die Älteren alles selbstverständlich war, sollte man sich nicht über die Politikverdrossenheit junger Leute wundern.
Wenn die CDU dann auch noch im Sparwahn erklärt, man könne an einem Spar-Brainstorming auch Spaß gewinnen, nimmt dies den Christdemokraten die Maske ab. Wer tatsächlich Spaß daran hat, im Sozialbereich und bei der Infrastruktur der Daseinsvorsorge zu sparen, zeigt schon sozial-masochistische Züge. Und kann nur so handeln, weil man selbst diese Infrastruktur nicht benötigt. So herablassend zu handeln ist unmöglich und unsozial.
Wir haben eine neue Internetseite! Im “Corporate Design” der NRWJusos haben wir diesen Blog ins Netz gestellt, der übersichtlicher und einfacher strukturiert ist als die alte Seite. In den nächsten Tagen füllen wir die Artikelseiten mit den Artikeln der “alten Seite” auf und werden wie gewohnt ein großes Textarchiv bereitstellen.
Auf dieser Seite sollen möglichst viele Jusos als Autoren die Möglichkeit bekommen, auch über tagesaktuelle Themen zu schreiben – auch fernab von Politik und der Stadt Lüdenscheid.
Als Besucher unserer Internetseite seid ihr aufgerufen, mit uns zu diskutieren. Dafür steht euch unter jedem Artikel die Kommentarfunktion zur Verfügung. Wenn ihr die Diskussion mit uns vertiefen wollt, seid ihr herzlich eingeladen, montags ab 20 Uhr ins Willy-Brandt-Haus am Breitenfeld 1b (Nähe Kreishaus) zu unserer Sitzung zu kommen!
Am Freitag, 9. Juli, findet die Jahreshauptversammlung der Lüdenscheider Jusos statt. Ab 18 Uhr geht es im Willy-Brandt-Haus (Breitenfeld 1b) los. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem Vorstandswahlen und Antragsberatungen. weiter…
Kommentar von Fabian Ferber, Vorsitzender der Jusos Lüdenscheid
Die Wahl am 9. Mai wird Klarheit bringen: Haben CDU und FDP in Düsseldorf (und auch in Berlin) noch eine gemeinsame Zukunft oder setzen die Bürger Nordrhein-Westfalens auf soziale Gerechtigkeit mit der SPD?
Wenn das größte Bundesland in Deutschland wählt, hat das Wahlergebnis immer eine besondere Ausstrahlungskraft für die Bundespolitik. Zumal die NRW-Wahl der erste große Urnengang nach der Bundestagswahl im letzten Jahr sein wird. Und was diese Bundestagswahl uns beschert hat, erfahren wir jeden Tag: Regierungs-Chaos und Günstlingswirtschaft dominieren die Schlagzeilen landesweit. Da ist die CDU, die den Ministerpräsidenten wie in einem Laufhaus an Sponsoren für kurze Gespräche im Separee vermietet.
Der Bürgerentscheid am 9. Mai ist auch für junge Leute wichtig: So dürfen auch schon 16- und 17-jährige an der Abstimmung teilnehmen. Deswegen sollte man sich die Argumente anschauen, die unter anderem hier aufgelistet sind.
Wir Jusos wollen einen Platz in der Innenstadt, auf dem man verweilen kann. Die Innenstadt ist voll mit Pommes-Buden, Handyläden – eine reine Betonstadt. Wir wollen einen Platz, auf dem alle Menschen in Lüdenscheid ohne viel Geld ihre Freizeit genießen können. Diese Chance bietet nun der Familienplatz.
Wir wollen auch den Jugendlichen, die regelmäßig die Skatehalle besuchen, Sicherheit geben. Die Gegner des Familienplatzes wollen auf dem Jahnplatz neue Wohngebäude entstehen lassen. Dass diese Umnutzung inklusive des Rückbaus der Sportanlage und der Ausbesserung des Bodens locker mehr kosten könnte als der gesamte Familienplatz samt Folgekosten – das sagen die Populisten um Diane Owen und die Junge Union nicht.
Aber es hätte noch eine schwerer wiegende Folge: Die Skatehalle müsste weichen. Wer neue Wohnbebauung auf dem Jahnplatz-Gelände ansiedeln möchte, wird wahrscheinlich aus wirtschaftlichen Gründen die Skatehalle schließen müssen. Schon jetzt wollen die Familienplatz-Gegner eben diesen verhindern, weil sie Angst vor Kinderlärm und daraus folgenden sinkenden Werten ihrer Immobilien haben. Wem der Kinderlärm schon zu viel ist, dem wird auch der Lärm aus der Skatehalle zu viel sein.
Wir wollen, dass Jugendliche und junge Familien eine gute Infrastruktur in Lüdenscheid vorfinden. Wir wollen, dass Lüdenscheid keine Stadt ist, die sich zur Geisterstadt entwickelt. Wir finden uns nicht damit ab, dass Lüdenscheid immer kleiner wird. Es ist notwendig, dem demografischen Wandel Faktoren entgegen zu setzen, die die Einwohnerzahl unserer Heimatstadt auf hohem Niveau halten könnte. Dazu gehört ohne Zweifel eine attraktive Infrastruktur für Familien. Eine neue Fassade für das EGC-Gebäude, wie von der CDU vorgeschlagen, kann das nicht.


Mo, 26.07.2010
0 Kommentare
