Zur Zeit befassen sich die Jusos Lüdenscheid mit den freiwilligen Ausgaben der Stadt im Jugend- und Kulturbereich.
Sparen aber gleichzeitig für Verbesserungen in den genannten Bereichen sorgen, eine schwere Aufgabe, die die Jusos nun aber angehen wollen,dazu erklärt der Stellvertretende Vorsitzende Dominik Hass:
„Jedem ist klar, wir müssen sparen. Die freiwilligen Ausgaben der Stadt sind eine Möglichkeit, zu Sparen und zu optimieren.
Denkverbote darf es nicht geben, sollten beispielsweise leere Jugendtreffs geschlossen werden, muss klar sein, dass das eingesparte Geld in andere Jungendtreffs oder Jugendbereiche investiert wird.
Wichtig ist, die Befragung der Jugendtreff Nutzer, schließlich geht es hier um die Lüdenscheider Jugend, die selbst Verbesserungsvorschläge einbringen sollte, indem sie die Jugendtreffs nach ihren Wünschen und Ideen mitgestalten dürfen.
Gleiches gilt für das Kulturhaus. Junge Leute sollten auch hier ein Mitspracherecht bei der Programmgestaltung eingeräumt bekommen, damit das Lüdenscheider Kulturhaus wieder attraktiv für Jung und Alt wird.“
Diese und weitere Punkte sind Ergebnisse einer Klausurtagung in Bochum. Weitere konstruktive Gespräche wird es in den nächsten Wochen mit der Partei und den Vereinen bzw. Institutionen geben.
Der Stellvertretene Vorsitzende Dominik Hass, zu der aktuellen Debatte über den Nulltarif im Öffentlichen Personennahverkehr:
“Als ich am Samstagmorgen die Zeitung aufschlug war ich positiv überrascht: „Ohne Fahrschein in den Bus“, eine wirklich tolle Vision, wie sie die Jusos schon länger fordern. Nun wacht auch die MVG auf und bemerkt, dass der ÖPNV längst unattraktiv geworden ist, Hin in die Stadt und wieder zurück kostet in der Regel 4,80 Euro. Wer aus anderen Ortschaften in Lüdenscheid einkaufen will, zahlt diese Summe bereits für die Hinfahrt. Dies schreckt viele ab, deshalb werden weiterhin die Autos mehr genutzt und die Straßen werden voller und die Parkhäuser überfüllt. Wer den ÖPNV so unattraktiv gestaltet macht Politik von gestern. Innovativ und gerecht muss die Politik der Zukunft sein. Saubere Innenstädte, eine belebtere City – weil viele durch den Nulltarif nun auch öfter mal in die Stadt fahren können.
Dass es momentan nicht gerecht zugeht, müsste jedem klar sein. Die MVG macht jährlich ein Defizit von 16 Mio. Euro, diese Finanzlücke muss durch die Bürger geschlossen werden (über den Kreishaushalt). Wer aber trotzdem noch Busfahren will, muss trotzdem noch mal extra zahlen. Das ganze durch eine Umlage zu finanzieren wäre viel sinnvoller und gerechter.
Noch ein wichtiger Punkt sind die Schüler: Wer in der Oberstufe zum Beispiel 4,9 km weit weg wohnt von der Schule, bekommt kein Ticket gestellt. Das würde bedeuten, jeden Morgen fast 5 Kilometer zu laufen oder sich eine teure Schulwegjahreskarte anzuschaffen. Deshalb war ich sehr erfreut über die Bereitschaft der MVG was zu verändern, man wird gespannt auf die nächsten Wochen und Monaten schauen können, um zu sehen wie das Ziel voranschreitet.”
Am Freitag, 1. Juli, fand die Jahreshauptversammlung der Lüdenscheider Jungsozialisten (Jusos) im Willy-Brandt-Haus am Breitenfeld stand. Auf der Tagesordnung stand neben einem Bericht über die Tätigkeiten des letzten Jahres und einem Antrag zur Änderung der Satzung auch die Wahl eines neuen Stadtverbandsvorstands.
Jörn Kölling, der den Bericht für den scheidenden Vorstand erstatte, blickte zufrieden auf das letzte Jahr zurück. Mit Info-Ständen in der Innenstadt, der Fahrt zur bundesweiten Anti-Atomkraft-Demonstration in Berlin, an der 12 Jusos teilnahmen und der Teilnahme an einer Fahrt zum Düsseldorfer Landtag habe man auch herausragende Ereignisse gehabt. Auch die Teilnahme am Lüdenscheider Bündnis gegen Atomkraft hob Kölling hervor. Im letzten Jahr trafen sich die Jusos mit Ausnahme der Weihnachtszeit an jedem Montag und führten zahlreiche Diskussionen und nutzten die Sitzungen, um sich durch Referate der Mitglieder politisch fortzubilden.
Bei der Jahreshauptversammlung im letzten Jahr beschlossen die Jusos ein neues Vorstandskonzept. So sollten fortan fünf gleichberechtigte Vorsitzende die Geschicke der Jusos leiten. Gerade im Kontakt zur SPD und zu anderen Organisationen habe sich jedoch gezeigt, dass konkretere Zuständigkeiten besser für die Arbeit sei. Deswegen beschlossen die Jungsozialisten, wieder auf das “klassische” Vorstandsmodell, bestehend aus einem Vorsitzenden, drei Stellvertretern und einem Geschäftsführer, zurückzukehren.
Christin Spangenberg konnte sich bei der Wahl zur Vorsitzenden gegen Marcus Gawlik durchsetzen. Die 25-jährige Angestellte bei der Stadt Lüdenscheid ist somit neue Vorsitzende. Als Stellvertreter fungieren künftig Juliane Müller, Dominik Hass und Marcus Gawlik. Philipp Widenka ist neuer Geschäftsführer der Jusos.
In ihrem Schlusswort appellierte die neue Vorsitzende an die Jusos, dass sie sich auch weiterhin in die wichtigen Debatten einmischen und klar Position beziehen. Sie werde sich auch im Vorstand der SPD als neue Juso-Vorsitzende im Besonderen für die Belange junger Menschen einsetzen.
Der Vorsitzende der Jusos Lüdenscheid, Marcus Gawlik, zur Hartz-IV-Schelte des Lüdenscheider CDU-Vorsitzenden Ralf Schwarzkopf:
Herr Schwarzkopf scheint zu viel “Mitten im Leben” und anderes Trash-Fernsehen zu sehen. Anders ist nicht zu erklären, warum der Vorsitzende der Christlich Demokratischen Union in Lüdenscheid Empfänger von Arbeitslosengeld II (Hartz IV) in Verbindung mit Trainingsanzügen und Spielhallen setzt. Sein sogenannter “Mitgliederrundbrief”, der auf der Internetseite der CDU Lüdenscheid steht, zeigt sein Menschenbild: Er sortiert in gute und schlechte Menschen ein. Für ihn sind die guten Menschen, die, wie der Franzose sagen würde, “Savoir Vivre” kennen. Na ja, viel mehr: Die sich das leisten können. Und diejenigen, die es sich nicht leisten können, sollen gefälligst keine Ansprüche stellen. Sein schwerer Ausfall gegenüber dem Gedenkzellen-Verein vom Anfang der Woche war schon heftig. Aber diese erneute Entgleisung zeigt, dass Herr Schwarzkopf nicht unachtsam etwas sagt, was er nicht meint. Nein, er meint das, was er sagt. Christen teilen die Menschen nicht in gut und schlecht, beziehungsweise in solvent und pleite ein. Die CDU, die sich auch der katholischen Soziallehre verpflichtet fühlt, sollte sich überlegen, ob dieser Herr wirklich für diese Partei sprechen kann, die sich nebenbei auch als Volkspartei versteht. Mit diesen Äußerungen, die den Äußerungen von Guido Westerwelle zur “Spätrömischen Dekadenz” in nichts nachstehen, hat er sich endgültig disqualifiziert.
Märkischer Kreis. Die Jungsozialisten (Jusos) aus dem Märkischen Kreis fordern von der MK SPD eine offene Debatte zu den Themen Energieversorgung und Mobilität. Sie soll auf einer Nachhaltigkeitskonferenz beginnen, die nun von den Jusos beantragt wurde. Dort solle, so der Antrag, das inhaltliche Fundament gebildet werden, das später auf dem Unterbezirksparteitag auch beschlossen werden soll. Hintergrund dieser Forderung ist die aktuelle Diskussion über die Energiepolitik auf Kreisebene und über die Tarifgestaltung der MVG.
Die Sitzungen der Lüdenscheider Jusos finden in Zukunft montags um 19.30 statt 20 Uhr statt!
Die Lüdenscheider SPD lädt ein
Podiumsdiskussion am 4. April 2011
um 19.30 Uhr in der Gaststätte der Schützenhalle (Loh)
Thema: Kostenlose Nutzung des ÖPNV in Lüdenscheid
SPD und Jusos Lüdenscheid informierten am vergangenen Samstag gemeinsam über die Abschaffung der Studiengebühren in der Innenstadt. Landtagsabgeordneter Gordan Dudas kippte im Rahmen der Aktion symbolisch einen Karton-Turm mit der Aufschrift “GEBÜHREN” um. Am 24. Februar beschloss der Landtag, dass ab dem kommenden Wintersemester keine Gebühren mehr für den Besuch einer Hochschule oder Universität zu entrichten sind. “Damit haben wir vor allem Töchtern und Söhnen aus Familien mit schwacher finanzieller Ausstattung die Entscheidung erleichtert zu studieren. Bildung ist ein Grundrecht und muss gebührenfrei sein. Nach der Abschaffung der Studiengebühren wollen wir nun für die schrittweise Abschaffung der Kindergartenbeiträge sorgen”, so Dudas.
Wenn Oliver Fröhling für die CDU-Fraktion vorschlägt, das Jahnplatz-Areal zu bebauen, möglicherweise mit einem Tagungshotel, sagt er auch: Er und seine Fraktion stehen für das Ende der Skatehalle am Jahnplatz und auch dafür, dass der Kinderschutzbund sein Domizil verliert. Diese kinder- und jugendunfreundliche Politik muss endlich aufgedeckt werden. Zumal: Alleine Fröhling scheint den Bedarf für ein neues Tagungshotel ermittelt zu haben. Tagungsmöglichkeiten gibt es in Lüdenscheid genug. Aber es gibt nur eine Skatehalle.
Wenn Fröhling dort ein Hotel stehen haben will, muss er auch sagen, dass Kinderschutzbund und Skatehalle dort nicht mehr hinpassen. So viel Wahrheit und Klarheit sollte man von dem Vorsitzenden der CDU-Fraktion erwarten dürfen. Die Situation am Jahnplatz soll sich ja so gestalten, dass die Nutzer der Skatehalle die Toiletten in dem Sportplatzgebäude gegenüber nutzen sollen, indem der Kinderschutzbund seine Pforten öffnen soll. Nach Fröhlings Vorstellung würden dann in Zukunft die Skater über das Hotelgelände laufen müssen, um die Toiletten zu erreichen. Das ist unvorstellbar. Die Nutzung der Skatehalle als wichtigem Freizeitort für junge Leute muss gewährleistet bleiben. Das und die Zusicherung an den Kinderschutzbund, die Räumlichkeiten am Jahnplatz nutzen zu können, sollten oberste Priorität haben.
Marcus Gawlik
Vorsitzender der Jusos Lüdenscheid
Am Montag, 4. April, veranstaltet die Lüdenscheider SPD eine öffentliche Diskussionsveranstaltung zur Zukunft des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Im Vorlauf der Veranstaltung wollen die Lüdenscheider Jungsozialisten (Jusos) als örtlichem SPD-Jugendverband die Meinung der Bürgerinnen und Bürger zum hiesigen Nahverkehrsangebot einholen. Die Jusos wollen an verschiedenen Wochentagen im März, mit einer Videokamera bewaffnet, durch die Innenstadt ziehen und Interviews mit Passanten zum Thema führen. Auch diejenigen, die die Jusos nicht vor der Kamera einfangen konnten, können an der Befragung teilnehmen: Per Mail an info@jusos-mk.de. Der SPD-Jugendverband möchte erfahren, wie die Bürgerinnen und Bürger zum Linienangebot, den Fahrpreisen und dem übrigen Angebot vor Ort stehen.
“Mobilität ist eine soziale Frage und sollte in der politischen Diskussion einen höheren Stellenwert haben. Steigende Fahrpreise und Linienkürzungen als Antwort auf steigende Betriebskosten werden nicht dazu führen, dass die Menschen vom PKW auf den Bus umsteigen. Im Gegenteil: Wer das Angebot unattraktiver macht, wird den Bedürfnissen der Menschen und vor allem der Umwelt nicht nachkommen. Die Jusos fordern auch aus diesem Grund den radikalen Wechsel auf den Nulltarif”, so Juso-Vorstandsmitglied Jörn Kölling


Sa, 19.11.2011
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